Die richtige Ringgröße zu kennen, ist immer hilfreich. Besonders wichtig wird sie aber bei Vintage-Ringen. Denn anders als bei neuen Schmuckstücken gibt es viele Vintage-Ringe nur einmal. Ein Modell in mehreren Größen nachzubestellen, ist meistens nicht möglich.
Außerdem lässt sich nicht jeder Ring problemlos ändern. Material, Fassung, Steine, Gravuren oder die Form der Ringschiene können eine Größenänderung einfacher oder schwieriger machen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf möglichst gut einzuschätzen, welche Größe passt.
1. Einen passenden Ring messen
Eine einfache Möglichkeit ist, einen Ring zu nehmen, der dir am gewünschten Finger gut passt. Miss dann den Innendurchmesser des Rings. Wichtig ist, wirklich nur innen zu messen und den Rand nicht mitzurechnen.
Am besten funktioniert das mit einem Messschieber. Ein Lineal kann auch helfen, ist aber oft weniger genau. Schon ein kleiner Messfehler kann bei Ringgrößen einen Unterschied machen.
2. Mit Papier oder Faden messen
Du kannst auch einen schmalen Papierstreifen oder einen Faden um den Finger legen, die Stelle markieren und anschließend die Länge messen. Diese Länge entspricht dem Fingerumfang.
Diese Methode ist praktisch, wenn gerade kein passender Ring zur Hand ist. Sie ist aber nicht ganz so exakt, weil Papier oder Faden leicht verrutschen, zu locker sitzen oder zu fest gezogen werden können.
3. Tageszeit und Temperatur beachten
Finger verändern sich im Laufe des Tages. Wärme, Kälte, Sport, Wassereinlagerungen oder auch sehr heiße Tage können beeinflussen, wie eng oder locker sich ein Ring anfühlt.
Miss daher nicht direkt nach großer Hitze, nach dem Sport oder wenn deine Hände sehr kalt sind. Am besten misst du, wenn deine Hände entspannt und normal warm sind.
4. Breite Ringe sitzen anders
Ein breiter Ring fühlt sich oft enger an als ein schmaler Ring. Das liegt daran, dass er mehr Fläche am Finger bedeckt und weniger „Spiel“ hat.
Wenn du also einen breiteren Ring tragen möchtest, kann es sinnvoll sein, etwas mehr Spielraum einzuplanen. Bei sehr schmalen Ringen sitzt die gleiche Größe oft angenehmer und leichter.
5. Die sicherste Lösung: direkt bei uns messen lassen
Am genauesten ist es, wenn wir deine Ringgröße direkt bei uns im Kunsthandel bestimmen. Gerade bei Vintage-Ringen ist nicht nur die Zahl wichtig, sondern auch das Gefühl am Finger.
Manche Ringe sitzen durch ihre Form anders, manche Fassungen machen eine Änderung schwieriger, und manchmal ist ein Ring zwar theoretisch die richtige Größe, fühlt sich aber trotzdem nicht ideal an.
Wenn du online einen Vintage-Ring entdeckt hast und unsicher bist, helfen wir dir gerne beim Einschätzen. Wir können dir Maße erklären, die Passform besser einordnen und sagen, ob eine Größenänderung grundsätzlich möglich sein könnte.
Unser Tipp
Wenn du öfter Ringe online ansiehst, lohnt es sich, deine Ringgröße für mehrere Finger zu kennen. Viele tragen Ringe nicht nur am Ringfinger, sondern auch am Mittel- oder Zeigefinger. Gerade bei Vintage-Schmuck eröffnet das oft mehr Möglichkeiten.
Und manchmal passt ein Ring vielleicht nicht an den ursprünglich gedachten Finger, aber dafür perfekt an einen anderen. Genau das macht Vintage-Schmuck oft so spannend: Man findet nicht immer das, was man gesucht hat, sondern manchmal genau das Richtige auf anderem Weg.
Bei Kunsthandel Pichler findest du eine wechselnde Auswahl an Vintage-Ringen in Gold, Silber, mit Perlen, Diamanten, Farbsteinen oder besonderen Fassungen. Wenn du dir bei einer Größe unsicher bist, komm gerne im Geschäft vorbei oder schreib uns vor dem Kauf.




